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ETF oder Einzelaktien?

Beide Wege können sinnvoll sein. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Risiko, Zeit und Disziplin sie verlangen. Auch diese Seite sagt dir nicht, was für dich richtig ist.

Der breite ETF

Ein ETF auf einen breiten Index, zum Beispiel den MSCI World, bündelt mehrere Tausend Unternehmen in einem Produkt. Du kaufst den Markt, nicht einzelne Gewinner. Die laufenden Kosten sind meist niedrig, und du musst keine Titel auswählen oder überwachen. Dafür bekommst du die Rendite des Marktes, nicht mehr.

Einzelaktien

Mit Einzelaktien kannst du den Markt übertreffen, aber auch deutlich hinter ihm zurückbleiben. Das Risiko liegt nicht nur im Unternehmen, sondern in der Auswahl: Untersuchungen zu US-Aktien (zum Beispiel of Hendrik Bessembinder, 2018) zeigen, dass nur ein kleiner Teil aller Aktien den Großteil des Gesamtertrags über sichere Anlagen erwirtschaftet hat. Wer wenige Titel hält, hat eine gute Chance, genau diese Gewinner zu verpassen.

Was dafür und dagegen spricht

Breiter ETFEinzelaktien
Streuungsehr breitnur so breit, wie du auswählst
Aufwandgeringhoch: auswählen, beobachten, entscheiden
ErgebnisMarktrendite abzüglich Kostenkann weit darüber oder darunter liegen
Typischer Fehlerin Krisen verkaufenzu früh verkaufen, zu spät einsteigen, zu wenig streuen

Was die Zahlen sagen

Über lange Zeiträume schlagen die meisten aktiv verwalteten Fonds und die meisten privaten Anleger den breiten Markt nicht. Diese Seite geht davon aus, dass das schwer ist: Ihr Ziel ist, die Auswahl durch Zahlen nachvollziehbar zu machen, nicht, den Markt sicher zu schlagen. Ob das gelingt, zeigt der öffentliche Track Record, auch wenn er schlecht ausfällt.

Eine mögliche Mischung

Manche Anleger legen den Großteil in einen breiten ETF und nutzen einen kleinen Teil für Einzeltitel. Dann bestimmt der ETF die Basis, und ein Fehlgriff bei einem Einzeltitel richtet weniger Schaden an. Ob das zu deiner Lage passt, hängt of Ziel, Zeithorizont und Risikobereitschaft ab.

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