Chartmuster: Dreieck, Flagge, Doppelboden
Chartmuster sind wiederkehrende Kursformen, aus denen Anleger Hinweise auf die nächste Bewegung ableiten. Sie sind anschaulich, aber weniger zuverlässig, als Lehrbuchbilder vermuten lassen.
Die bekanntesten Muster
- Dreieck: Hochs sinken und Tiefs steigen (oder eines davon bleibt flach), die Kursspanne wird enger. Danach folgt oft ein Ausbruch, die Richtung ist vorher offen.
- Flagge: Auf einen steilen Anstieg folgt eine kurze, leicht gegenläufige Pause, danach geht es in Richtung des ersten Anstiegs weiter, so die Lehre.
- Doppelboden und Doppelhoch: Der Kurs fällt zweimal etwa auf dasselbe Tief (Boden) oder steigt zweimal auf dasselbe Hoch. Gilt erst als bestätigt, wenn die Marke dazwischen überwunden wird.
- Kopf-Schulter-Formation: Drei Hochs, das mittlere ist das höchste. Gilt als mögliche Trendwende.
Wie ein Programm Muster erkennt
Ein Mensch erkennt Muster mit dem Auge, ein Programm braucht Regeln: Es sucht Hoch- und Tiefpunkte in den Tageskursen, prüft, ob sie ein Muster bilden, und verlangt eine Bestätigung, zum Beispiel einen Schlusskurs jenseits einer Marke. Die Regeln sind eine Festlegung. Schon kleine Änderungen daran verändern, was als Muster zählt.
Warum die Trefferquote geringer ist
- Im Rückblick sieht alles klar aus: Wer ein Muster erst nach dem Ausbruch einzeichnet, sieht die gelungenen Fälle und vergisst die gescheiterten.
- Falsche Ausbrüche: Viele Ausbrüche kehren um. Eine Bestätigung verringert das, verspätet aber den Einstieg.
- Subjektivität: Zwei Personen zeichnen dasselbe Muster unterschiedlich.
So zeigt MD Trading das
Geprüft werden die letzten zwei Jahre Tageskurse auf klassische Formationen. Angezeigt wird nur, was auffällt, mit den Punkten, an denen die Formation erkannt wurde. Die Formation ist reine Anzeige und geht nicht in Note, Ampel oder Richtung ein.
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