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Die sechs Buffett-Kriterien

Warren Buffett hat nie eine Formel veröffentlicht, aber in seinen Aktionärsbriefen immer wieder dieselben Gedanken beschrieben. Der B-Score of MD Trading übersetzt sechs davon in Zahlen. Das gelingt nur teilweise.

1. Kompetenzkreis

Investiere nur in Unternehmen, die du verstehst. Aus Zahlen lässt sich das kaum messen. Der B-Score nutzt deshalb nur eine grobe Näherung über die Branche (ein Versorger gilt als leichter verständlich als ein Halbleiterhersteller).

2. Burggraben

Ein Unternehmen mit Preissetzungsmacht verteidigt seine Gewinne gegen Wettbewerber. Als Hinweis dienen hohe und stabile Brutto- und operative Margen. Der B-Score sieht nur den letzten Stand, keine Mehrjahresreihe.

3. Management

Gutes Management geht klug mit dem Geld der Aktionäre um. Als Zahlen dienen Aktienrückkäufe, Insiderbesitz und die Verschuldung. Ob jemand ehrlich arbeitet, steht in keiner Tabelle.

4. Kapitalrendite

Wie viel Gewinn erzielt das Unternehmen mit dem eingesetzten Kapital? Betrachtet werden Eigenkapitalrendite (ROE), Gesamtkapitalrendite (ROA), Gewinnqualität und Wachstum.

5. Margin of Safety

Kaufe nur mit Sicherheitsabstand zwischen Kurs und geschätztem innerem Wert. Als Näherung dienen ein Abstand zum DCF-Wert, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) und die Free-Cashflow-Rendite. Alle hängen stark of Annahmen ab.

6. Langfristigkeit

Passt das Unternehmen zum langen Halten? Als Hinweis dienen Beta (Schwankung gegenüber dem Markt), Größe und Bilanz.

Grenzen des B-Scores

Je Kriterium gibt es 1 bis 10 Punkte, der B-Score ist der Mittelwert der vorhandenen Kriterien (0 bis 10). Fehlen Daten, steht „k.A.“ und das Kriterium zählt nicht mit. Mehr dazu in der Methodik.

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